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Archive for Juni 2007

(…gesehen bei kino-zeit.de)

The Namesake – Zwei Welten, eine Reise von Mira Nair
© 20th Century Fox

Jenseits von Bollywood

The Namesake – Zwei Welten, eine Reise erzählt die Geschichte einer Familie, die sich auf einen Namen gründet: Gogol – nach dem gleichnamigen russischen Schriftsteller Nikolai Gogol. So nennen Ashoke und Ashima ihren erstgeborenen Sohn, als sie sich bei der Ausstellung der Geburtsurkunde rasch entscheiden müssen. Später geben sie ihm den Rufnamen Nick. Von da an lebt der Junge zwischen den beiden Namen, bevorzugt mal den einen, mal den anderen – und fragt sich und seine Eltern immer wieder: Warum Gogol? „Eines Tages wirst du es erfahren“, antwortet Ashoke.

The Namesake - Zwei Welten, eine Reise von Mira Nair (1)

 

 

The Namesake - Zwei Welten, eine Reise von Mira Nair (2)

The Namesake - Zwei Welten, eine Reise von Mira Nair (3)

The Namesake - Zwei Welten, eine Reise von Mira Nair (4) The Namesake - Zwei Welten, eine Reise von Mira Nair (5) The Namesake - Zwei Welten, eine Reise von Mira Nair (6)

Nach dem Überleben eines Zugunglücks ist Ashoke von Indien in die USA ausgewandert: Er studiert im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, kehrt zur Brautsuche in seine Heimat zurück, nimmt Ashima zur Frau und mit nach New York. Die junge Inderin hat Schwierigkeiten, sich in der kalten und trüben Großstadt zurechtzufinden und ohne die Wärme und Geborgenheit der Großfamilie, ohne die Hitze und die bunten Farben Indiens zu leben. Schnell findet sie jedoch Anschluss im Kreis von bengalischen Bekannten und Freunden und dann ihre Aufgabe im Großziehen ihrer beiden Kinder. Diese wachsen zu jungen Amerikanern heran und können die Sehnsucht der Mutter nach dem Land auf der anderen Seite der Erdkugel nicht recht verstehen. Nur widerwillig besuchen sie die Familie in Kalkutta, halten wenig von traditionellen Feiern der bengalischen Gemeinde und suchen ihren eigenen Lebensstil. The Namesake Zwei Welten, eine Reise ist eine Familiensaga über zwei Generationen hinweg und macht vor allem die Themen Integration und Identität zum Kern der Geschichte.

 

The Namesake - Zwei Welten, eine Reise von Mira Nair (Plakat) The Namesake - Zwei Welten, eine Reise von Mira Nair (Trailer)
P l a k a t & T r a i l e r

Denn so wie Gogol/Nick zwischen zwei Namen hin- und hergerissen ist, so befindet er sich immer wieder in der Position zwischen zwei Kulturen, die ihn prägen und seinen Alltag bestimmen, ihm bisweilen aber auch beide fremd sind. Nick verliebt sich in seine Mitstudentin Maxine, eine reiche Amerikanerin, die seine indische Herkunft spannend findet, sie aber nicht versteht. Unweigerlich kommt es zum Konflikt zwischen den beiden, als Ashoke stirbt. Der Tod seines Vaters ist Anlass, dass sich Nick seiner Familie und der indischen Tradition zuwendet – und sich schließlich wieder Gogol nennt. Denn hinter seinem ersten Namen verbirgt sich mehr als nur die Leidenschaft seines Vaters für den russischen Literaten. Beim letzten Treffen mit dem Vater erzählt ihm dieser von dem Zugunglück in jener Nacht, als er einen Roman von Nikolai Gogol gelesen hat. Das Buch ist Grund dafür, dass Ashoke überlebt hat, dass er auf Reisen gegangen ist und den Grundstein für seine Familie gelegt hat.

Mira Nairs jüngster Film ist die erzählerisch virtuose Inszenierung einer Familiengeschichte, gefühlvoll ins Bild gesetzt und wunderschön fotografiert. In beeindruckender Weise schildert der Film das Leben der ersten und zweiten Einwanderergeneration, zeigt die Gegensätze zwischen Kalkutta und New York ebenso wie diejenigen zwischen den beiden Kulturen. Selbst seit Jahren in Nordamerika lebend, weiß Nair, wovon sie erzählt. Genau sind die Beobachtungen, stark die Gefühle, die sie die Protagonisten erleben lässt. Nach Vanity Fair und Monsoon Wedding ist The Namesake – Zwei Welten, eine Reise – eine Adaption der Romanvorlage von Jhumpa Lahiri – der bislang persönlichste Film der Inderin.

(Verena Kolb / Quelle: http://www.kino-zeit.de)

Mira Nair – Biographie & Filmographie…

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Filmbüro Baden-Württemberg e.V. (Im Filmhaus Stuttgart)

Newsletter  -  Filmbüro Baden-Württemberg e.V. (Im Filmhaus Stuttgart)

(Filmbüro Baden-Württemberg e.V. – Newsletter v. 26.06.2007)

… das viertes indische Filmfestival ‚Bollywood and beyond‘ eröffnet dieses Jahr am 11. Juni mit dem Film ‚Outsourced‘ von John Jeffcoat

Im Vorverkauf sind nur noch 29 Karten für die Eröffnungsveranstaltung zu bekommen. Kaufen können sie diese im Internet unter http://www.bollywood-festival.de oder bei uns im Filmhaus im Festivalbüro.

Zur Eröffnungsveranstaltung werden die beiden Hauptdarsteller Josh Hamilton und Ayesha Dharker sowie der Regisseur John Jeffcoat anwesend sein.

‚Outsourced‘
Komödie / Comedy

USA 2006, 103 min., 35mm
R/Dir: John Jeffcoat
B/C: Josh Hamilton, Ayesha Dharker, Asif Basra, Larry Pine
P/P: Tom Gorai
B/S: George Wing, John Jeffcoat
K/DoP: Teodoro Maniaci
M/M: BC Smith
S/L: Englisch / English

Synopsis

Der 32jährige Todd Anderson ist Manager in einem Service Call-Center in Seattle. Eines Tages überbringt ihm sein Chef eine schlechte Nachricht: Seine ganze Abteilung wird nach Indien ausgelagert. Es kommt sogar noch schlimmer, denn Todd muss selbst nach Indien reisen, um seine Nachfolger einzulernen. Alles andere als begeistert, macht er sich auf den Weg nach Mumbai. Dort angekommen, findet er sich im Chaos der Großstadt Mumbais wieder und bei seiner neuen Arbeitsstelle kommt es zu kulturbedingten Missverständnissen. Mit der Zeit beginnt er jedoch, seine neuen Kollegen ins Herz zu schließen. Ferner lernt er die hübsche Inderin Asha kennen und langsam glaubt Todd, dass es auch Vorteile haben kann, ausgelagert zu werden.

Der Regisseur

John Jeffcoat wird im Jahr 1972 in New York geboren und macht 1994 seinen Abschluss an der Dension University in Ohio. Fortan arbeitet er in der Filmbranche unter anderem als Autor, Regisseur und Produzent und hält beim Filmmakers Forum des Seattle International Filmfestival Vorträge über die Zukunft des digitalen Filmemachens. 1999 hat er mit ‚Bingo! The Documentary‘ sein Debut als Regisseur. Die unterhaltsame Dokumentation über ein eher langweilig scheinendes Thema wird ein voller Erfolg. Zudem arbeitet Jeffcoat im Jahr 2005 als Kameramann bei Robert Burkes ‚Max Rules‘ und Alex Zedicoffs ‚A Moveable Feast‘ mit. John Jeffcoat gründet in Seattle seine eigene Produktionsfirma Jeffcoat Films / Strangelife Productions und ist großer Unterstützer der Independent Filmszene in Seattle. Er selbst hält zahlreiche Seminare unter anderem zum Thema Drehbuchschreiben an den Wiggly World Studios und dem Experience Arts Camp. Sein aktuelles Werk ‚Outsourced‘, für das Jeffcoat auch das Drehbuch schreibt, kommt 2006 in die Kinos.

Veranstaltungstip:

Im Rahmen des SommerFestival der Kulturen spielt am Dienstag, 26. Juni um 20 Uhr, open air und bei freiem Eintritt die Bhangra-Legende Achanak (Indien/UK)

Bhangra ist inzwischen von keiner Bollywood-Party mehr wegzudenken. Der Bandname „Achanak“ bedeutet soviel wie „Überraschung“, und entsprechend erfrischend ist ihr Musikstil „Bhangra“, eine Fusion von asiatischen Beats mit westlichen Sounds. Die traditionelle Seite des Bhangra hat ihren Ursprung im ländlichen Nordwestindien, wo es seit Jahrhunderten Tradition ist, die Ernte mit Tanz und Musik zu feiern. Die in den sechziger Jahren von dort nach England immigrierten Arbeitskräfte brachten diese Musik mit. Die zweite Generation begann dann, diese traditionelle Instrumentierung mit westlichen Musikeinflüssen zu vermischen. Heute ist Bhangra die am schnellsten wachsende Musikform und dominiert die Top-Tanzclubs der Welt. Typisch ist der dominante, treibende Rhythmus sowie die enorme Tanzbarkeit.

Die mehrfach preisgekrönte Band Achanak ist der absolute Vorreiter in Sachen Bhangra, sie besteht bereits seit 18 Jahren. Gründer waren die Musiker Ninder Johal (Tablaspieler) und Vijay Bhatti (Sänger). Nach ihren Anfängen mit traditionellem Bhangra in Sikh-Tempeln wurden sie rasch experimenteller und verlagerten ihre elektronisch aufgepeppten Aufführungen auf kommerzielle Bühnen. Damit waren sie bereits Anfang der Neunziger, besonders in den USA und Kanada, vor indischem Publikum überaus erfolgreich.

Der Erfolg setzte sich durch weitere Albumveröffentlichungen sowie durch den Durchbruch des unter ihrem Label auf den Markt gebrachten Bhangra-Musikers Punjabi MC fort und spricht längst nicht mehr nur asiatisches Publikum an. Alle Mitglieder der sechsköpfigen Band sind zwar in Birmingham, UK geboren, fühlen sich jedoch ihren indischen Wurzeln eng verbunden.

Veranstalter:

Forum der Kulturen Stuttgart e. V., Tel. 07 11/248 48 08-0
info@forum-der-kulturen.de, http://www.forum-der-kulturen.de

Bhangra-Gruppe Achanak (links) Eröffnungsfilm Outsourced (rechts)

Bhangra-Gruppe Achanak (links) / Eröffnungsfilm Outsourced (rechts)

Kontakt…

Filmbüro Baden-Württemberg e.V., Im Filmhaus Stuttgart,
Friedrichstraße 23a, 70174 Stuttgart
Fon: 0711 – 22 10 67, Fax: 0711 – 22 10 69,
Mail: info@filmbuerobw.de, http://www.filmbuerobw.de

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